By Thomas Kohlruss

Also, wer sich Progoctopus nennt ist entweder besonders mutig oder besonders unsensibel. Na ja, wie auch immer, das ist schon der ganze Mecker, den es über diese Band und ihr Debüt „Transcendence EP“ zu berichten gibt.

Das Quartett aus Birmingham legt ein mehr als beachtliches Debüt-Album hin. Locker streifen die Vier durch griffigen Retroprog, brechen gerne mal in metallische Gefilde aus und unterlegen das alles mit knackigen Bassspiel und wuseligen Drums. Ein Hauch von Floyd und ein paar Spritzer Jazzrock runden das Ganze geschmackvoll ab. Die Melodien sind durchaus eingängig, aber nicht einfach gestrickt, so dass sie (vermutlich) eine gewisse Haltbarkeit genießen.

Progoctopus stricken ihre musikalische Welt vor allem gestützt auf die fette Gitarrenarbeit, gepaart mit der geschäftigen Rhythmusfraktion. Tasteninstrumente spielen hier kaum eine Rolle, weswegen der Bandsound eher erdig-rockig daherkommt und weniger bis gar nicht retroproggig-sinfonisch.

Ein weiterer Höhepunkt ist der klare und kraftvolle Gesang von Jane Gillard. Die junge Ann Wilson oder aber Leslie Hunt mögen einem da in den Sinn kommen. Und da sind wir auch gleich bei Vergleichen: Die „Transcendence EP“ erinnert stark an das Debüt von District 97. Und in einer ähnlichen Liga spielen die Briten denn dann auch.

Die „Transcendence EP“ ist das erstaunliche, vielversprechende Debüt einer jungen Band, von der man hoffentlich noch viel hören wird. Tipp!

Hinweis: Dies ist ein digitales Release, aber just zum Zeitpunkt dieser Rezension ist eine kleine Auflage von physischen CDs veröffentlicht worden. Zugreifen (über die Bandcamp-Seite der Band) solange der Vorrat reicht. Später könnt ihr sagen „Ich war schon dabei, als die noch keiner kannte“…

Anspieltipp(s): Die ganze EP kann über Bandcamp angehört werden
Vergleichbar mit: District 97
Veröffentlicht am: 13.6.2015
Letzte Änderung: 13.6.2015
Wertung: 11/15

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Translation by Ian Braisby, IAB Translations.

If you’re going to give yourselves the name Progoctopus you’ve either got to be very brave or very thick-skinned. Whichever it is, that’s the only negative comment I’ve got about this band and its debut “Transcendence EP”.

The quartet from Birmingham have recorded a more than respectable debut album.  The four smoothly encompass catchy retro-prog, with frequent excursions into the realm of metal, all underpinned by crisp bass work and lively drums.  A hint of Floyd and a few splashes of jazz rock round off the tasty mixture.  Although the melodies are extremely catchy they are complex enough to (presumably) stand up well to repeated listening.

Progoctopus’s musical landscape is predominantly based on rich guitar work, allied to a busy rhythm section. Keyboard instruments are hardly used, which means the band’s sound tends to come across as earthy rock and less, if at all, as a symphonic style of retro-prog.

The clear and powerful vocal by Jane Gillard is another highlight, calling to mind a young Ann Wilson or Leslie Hunt.  And while we’re on the subject of comparisons – the “Transcendence EP” reminds me strongly of the debut by District 97. And I would definitely put the British band in the same league.

The “Transcendence EP” is an amazing and very promising debut by a new band who we will hopefully hear plenty more of.  Recommended!

Note: This is a digital release, but just as I was writing this review a small run of physical CDs has also been released, which are available (while stocks last) through the band’s Bandcamp page.  One day you’ll be able to say “I was listening to them back when nobody had heard of them…”